Cannabis (Hanf)
- Marihuana, Haschisch - KURZINFO WIRKUNG Substanz: Hauptwirkstoffe der Cannabispflanze sind die sog. Cannabinoide, insbesondere der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (kurz THC genannt). Im Gehirn des Menschen ist ein Cannabisrezeptor entdeckt worden, der in einer ganzen Reihe von Gehirnabschnitten und im Immunsystem zu finden ist. Dieser Rezeptor wird durch das THC bzw. durch seine Stoffwechselprodukte aktiviert. (+) Positive Effekte die beim Konsum auftreten bzw. auftreten können- Deutliche Anhebung der Stimmungslage (z.B. Heiterkeit, Lustempfinden) - Eintritt eines Entspannungsgefühls - Sinneswahrnehmungen werden intensiviert (beim Hören von Musik, beim Zeitgefühl, Geschmack usw.) - Im Bereich des Nervensystems sind z.B. Schmerzlinderung, Appetitsteigerung, festzustellen (-) Negative Effekte die beim Konsum auftreten bzw. auftreten können - Empfundene körperliche Reaktionen (Hungergefühl, Trockenheit des Mundes, Rachen oder Kehle, also Durstgefühl) - Abfall des Blutdrucks und Steigerung der Herzfrequenz - Bindehautreizung (Rötungen), Augendruck- und Pupillenveränderung - Erweiterung der Bronchien (Bronchialdilatation) durch inhalative Einnahme - Der Rauch von Cannabis enthält zahlreiche Schadstoffe, die im Vergleich zum Tabak um ein Vielfaches giftiger (krebserregender) sind - Das THC (fettlöslich) verbleibt im Vergleich zum Alkohol erheblich länger im Körper (Fettgewebe, Organe wie Leber, Lunge, Herz) - In höherer Dosis kann eine verwaschene Sprache, Gangunsicherheit und Schlaffheit auftreten - Starker Konsum vor Beginn der Pubertät kann den Eintritt der Pubertät möglicherweise verzögern (Beeinflussung der Hormonsekretion der .. ..Hypophyse) - Bei männlichen Vielkonsumenten wurden Hormonstörungen beobachtet (verminderter Testosteronspiegel, Auswirkungen auf das Sperma) - Die Cannabisinhaltsstoffe gehen während der Schwangerschaft in den Kreislauf des Embryo bzw. Fetus über (auch in die Muttermilch) - Verminderung der Konzentrationsfähigkeit und der Abschätzungsfähigkeit räumlicher und zeitlicher Verhältnisse - Denkstörungen, verringertes Erinnerungsvermögen (Einwirkung auf das Kurzzeitgedächtnis) - Atypische Rauschverläufe (Angstzustände, akute Psychosen wie Wahnzustände, Halluzinationen) die bei negativer Stimmungslage sowie ...bei Überdosierung und Vielkonsumenten vorkommen - Abstinenzsymptome bei starkem Konsum (Antriebsmangel, innere Leere, Freudlosigkeit, Appetitmangel, Schlafstörungen) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Copyright: S. Didam, 2003 |